Fallstudie #8, LWS Eindeutige Sequestrierung in Inklination

Die hier vorgestellte 56-jährige Patientin klagt seit ca. einem Jahr über Schmerzen im Bereich der caudalen Lendenwirbelsäule mit beidseitigen Ausstrahlungen paravertebral, sowie rechts lateral in die untere Extremität. Es bestünde eine leichte Entlastung bei Vorbeugung, keine Änderung der Beschwerden im Sitzen oder Stehen.

A-C: Sagittale Aufnahmen im Sitzen: Inklination, Neutralstellung, Reklination
D: Axiale Aufnahme im Sitzen in neutraler aufrechter Körperposition

Die Diagnose: Die Aufnahmen im Upright-MRT, aufrecht unter der natürlichen Gewichtsbelastung zeigen eine dorsale Verlagerung von LWK 4 gegenüber LWK 5 ohne wesentliche Einengung des ventrodorsalen Durchmessers des Spinalkanals. In der Inklinations und Reklinationsposition kommt es zu keiner wesentlichen Änderung des Wirbelgleitens.

Durch die Funktionsaufnahmen lässt sich neben einem rechtsmediolateralen Bandscheibenprolaps zusätzlich lediglich in der Inklinationshaltung eindeutig ein Sequester abgrenzen, der in der Neutral- und Extensionsposition nur erahnt werden kann. Des Weiteren zeigen sich in dem entsprechenden Segment subcortikal degenerative Veränderungen im Sinne eines MODIC I sowie Bandscheibenprotrusionen in den Segmenten LWK 2 bis LWK 4.

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