Fallstudie #1 positionsabhängige Spinalkanalstenose der LWS

Der hier vorgestellte Patient ist ein 64jähriger Mann der seit vielen Jahren unter Schmerzen im Bereich der LWS litt. Vor 1 1/2 Jahren wurde ein X-Stop Implantat zwischen den Dornfortsätzen LWK4/5 eingesetzt, das zur Schmerzfreiheit führte. Nun klagt der Patient wieder über Schmerzen lumbal mit Ausstrahlungen in das Gesäß und in beide Oberschenkel. Im Liegen treten keine Schmerzen auf, im Stehen und im Sitzen jedoch deutliche Schmerzzunahme in Reklination, Schmerzentlastung in Inklination. Der Patient wurde im Upright™ MRT untersucht, sowohl im Liegen als auch im aufrechten Sitzen, in Reklination und in Inklination.

A-C: Sagittale Aufnahmen im Sitzen: Inklination, Neutralstellung, Reklination
D: Axiale Aufnahme bei L3-L4, Diskusprotrusion mit eindeutiger Einengung des Spinalkanals und Impression des Duralsackes
E: Axiale Aufnahme bei L4-L5, Aufweitung des Spinalkanals durch das X-Stop Implantat
F: Sagittale Aufnahme im Liegen

Die Diagnose: Anlagebedingte längerstreckige relative knöcherne Enge des Spinalkanals von LWK1 bis SWK1. Erhebliche zusätzliche Einengung des Spinalkanals in den Höhen LWK2/3 und LWK3/4 durch Discusprotrusionen. Leichte Abnahme der Wirbelkanalstenosen unter Inklination und in Rückenlage. Unter Reklination ausgeprägte zangenförmige Spinalstenosen bei LWK2/3 und LWK3/4. Bei LWK4/5 postoperativ nur noch angedeutete Spinalkanalstenose. Die Beschwerden des Patienten können als Claudicatio spinalis gedeutet werden und der kernspintomographische Befund zeigt deutlich eine postionsabhängige Spinalkanalstenose.

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